Differentielle Psychologie - Persönlichkeitstheorien

Glossar


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Persönliche Konstrukte

Zentrales Konzept der Theorie von Kelly. Ein Konstrukt stellt eine Dimension dar, nach der Erfahrungen im Hinblick auf die eigene Person und die Umwelt unterschieden und mit Bedeutung versehen werden. Nach Kelly resultiert die Persönlichkeit eines Menschen aus seinem Konstruktsystem, d. h. seiner spezifischen Art und Weise, Erfahrungen zu strukturieren und ihnen Bedeutung zu verleihen.

Persönlichkeit

Sie leitet sich vom lateinischen Wort persona (= Maske) ab. In diesem Sinne stellt Persönlichkeit das öffentliche, der Außenwelt dargebotene Bild eines Menschen dar. Damit repräsentiert die Persönlichkeit bestimmte Eigenschaften eines Menschen, die von anderen wahrgenommen werden können (oder sollen), und auf die sie reagieren. Bei dieser Sichtweise wäre die Persönlichkeit eines Menschen jedoch auf solche Aspekte beschränkt, die wir an ihm wahrnehmen können bzw. von denen er will, dass andere sie wahrnehmen. Im heutigen Sprachgebrauch umfasst Persönlichkeit auch Eigenschaften und Merkmale eines Menschen, die nicht ohne weiteres erkennbar sind oder sogar verborgen gehalten werden sollen. Wissenschaftliche Definitionen von Persönlichkeit unterscheiden sich zum Teil je nach Persönlichkeitstheorie.

Pharmakopsychologie

Forschungsansatz zur Identifizierung neurochemischer Mechanismen im Gehirn, die spezifischen Verhaltensweisen oder interindividuellen Unterschieden zugrunde liegen.

Phasenlehre

Freud ging davon aus, dass der Mensch in der Entwicklung seiner Persönlichkeit verschiedene psychosexuelle Entwicklungsphasen durchläuft, die durch erogene Zonen, die während einer bestimmten Phase als maßgebliche Quelle der sexuellen Lust erlebt werden, gekennzeichnet sind. Dementsprechend unterteilt er die psychosexuelle Entwicklung in eine orale, anale, phallische und genitale Phase.

Phlegmatiker

Temperamentstyp, der sich durch stark ausgeprägte Teilnahmslosigkeit bzw. Affektlosigkeit auszeichnet.

Phrenologie

Eine vom deutschen Arzt Franz Joseph Gall (1758-1828) entwickelte Lehre, die aus dem Bau des Schädels auf die charakterlichen und geistigen Eigenschaften eines Individuums schließt.

Physiognomik

Sie verfolgt das Ziel, Aussagen über die Persönlichkeit eines Menschen aus seinem Gesichtsschnitt herzuleiten.

Phänomenologischer Ansatz

Ausgangspunkt ist die Annahme, dass jeder Mensch einzigartig ist, weil jedes Individuum die Realität auf seine ganz persönliche Art und Weise wahrnimmt und interpretiert. Es ist diese subjektive Wahrnehmung und Interpretation der Realität, die das Denken und Handeln des Individuums beeinflusst. Eine solche Sichtweise impliziert, dass jeglicher Zugang zur Realität nur über die subjektive Wahrnehmung erfolgen kann.

Positive Psychologie

Neuere Bewegung in der Psychologie, die sich für eine stärkere Berücksichtigung positiver Merkmale der Persönlichkeit im Sinne von menschlichen Stärken und Tugenden stark macht. Die Positive Psychologie ist vor allem als ein Appell zu verstehen, sich verstärkt Merkmalen zuzuwenden, die Wohlbefinden zum Ausdruck bringen, sowie den personalen und situativen Bedingungen, die Wohlbefinden fördern.

Possible selves

Auf die Zukunft bezogene Projektionen der eigenen Person, visualisierte Zukunftsentwürfe der eigenen Person sowohl im Hinblick auf erwünschte oder erhoffte als auch gefürchtete Aspekte. Possible selves entfalten nach Markus und Nurius eine unmittelbar motivierende Wirkung auf das aktuelle Verhalten.

Primäre Bedürfnisse

Es handelt sich um Bedürfnisse, deren Befriedigung notwendig ist, um das Überleben des Organismus sicherzustellen (z. B. Bedürfnis nach Sauerstoff, Nahrung oder Flüssigkeit).

Primäre Verstärkung

Ein Verstärker ist in der Lage, ein primäres Bedürfnis direkt zu befriedigen und so eine Reiz-Reaktions-Verknüpfung zu festigen.

Psychoanalyse

Sie bezeichnet nach Freud nicht nur die Wissenschaft vom Unbewussten, sondern stellt für ihn gleichzeitig auch eine diagnostische Methode zur Erforschung der tieferen Schichten der Seele sowie eine psychologische Behandlungsmethode zur Heilung nervöser Erkrankungen dar.

Psychognostik

Vorgehensweise zur Erlangung von Menschenkenntnis mit Hilfe von im weitesten Sinne „psychologischen“ Untersuchungen. Speziell werden hierbei Zusammenhänge zwischen bestimmten wahrnehmbaren körperlichen Merkmalen oder motorischen Bewegungen eines Menschen und seiner individuellen Eigenart untersucht und zur Erfassung seiner Persönlichkeit verwendet. Die drei wichtigsten Ansätze der Psychognostik sind die Physiognomik, die Phrenologie und die Grafologie.

Psycholexikalischer Ansatz

Er geht von der Annahme aus, dass sich in allen Kulturen zentrale Unterschiede zwischen Individuen auch in der Alltagssprache niedergeschlagen haben. Deshalb sollte es möglich sein, durch die Analyse des Wortschatzes einer Sprache Informationen über die Struktur der Persönlichkeit zu erhalten.

Psychometrischer Ansatz

Grundlegender Ansatz vor allem in der Eigenschaftstheorie, demzufolge die Ausprägung einer Person in einer Eigenschaft (oder allgemein einem Merkmal) gemessen und quantifiziert werden kann.

 

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