Sozialpsychologie – Individuum und soziale Welt

Glossar


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Affektives Priming

Beim affektiven Priming handelt es sich um das Phänomen, dass die Verarbeitung eines affektiven Reizes (Target) erleichtert wird, wenn diesem Reiz ein affektiv konsistenter Reiz (Prime) vorausgeht.

Akteur-Beobachter-Fehler

Beobachter heben bei der Attribution dispositionale Faktoren hervor, Akteure situative.

Aktual-Selbst

Beinhaltet Vorstellungen darüber, wie man tatsächlich ist. Es beinhaltet das, an das man denkt, wenn man an sich selbst denkt. Der Gegenbegriff ist → Ideal-Selbst.

Altersvorurteil

Negative Einstellungen gegenüber der Gruppe älterer Menschen sowie die differenzielle Assoziation von negativen Eigenschaften mit älteren Personen.

Ankerassimilation

Eine Assimilation unter Unsicherheiten, die sich an einem Anker festmacht. Eine Vorgabe fungiert hierbei als Anker, welcher bei Entscheidungen und Urteilen als "Fundament" herangezogen wird, selbst wenn die Situationen dies nicht zulassen.

Assoziative Behauptung

Ein Sender (o) stellt eine assoziative Behauptung auf, indem er seine positive Einstellung zu einem Sachverhalt (x) ausdrückt.

Attributionstheorien

Sie beschäftigen sich mit der Frage, welche Ursachenzuschreibungen Personen vornehmen, wenn sie das eigene oder das Verhalten anderer Menschen beurteilen.

Autoritarismus

Persönlichkeitsmerkmal, das durch Unterwürfigkeit gegenüber Autoritäten, rigide Befolgung von konventionellen Normen und Feindseligkeit gegenüber gesellschaftlichen Minderheiten, die durch die Autoritäten abgewertet werden, gekennzeichnet ist.

Autoritätsgehorsam

Bezeichnet die Neigung, den Anweisungen und Aufforderungen von Personen, die einen hohen sozialen Status in der Hierarchie besitzen, Folge zu leisten, obwohl sie gegen Wertvorstellungen der Humanität verstoßen.

Balancetheorie

Geht davon aus, dass Menschen konsistente Kognitionen bevorzugen und inkonsistente Kognitionen vermeiden. Im typischen Fall geht es um die Beziehungen unter drei Kognitionen (Triaden), die jeweils positiv oder negativ ausfallen können. Bezogen auf die interpersonale Attraktion wird die Beziehung zwischen dem Selbst, einer anderen Person und dem Einstellungsobjekt betrachtet. Letzteres wird auch als Entität bezeichnet.

Bedrohung

Motivationaler Zustand infolge mangelnder → Kontrolle über den effektiven Umgang mit einer selbstrelevanten Anforderung; bei vorhandener wahrgenommener Kontrolle entsteht hingegen Herausforderung (Blascovich & Tomaka, 1996).

Besser-als-der- Durchschnitt-Effekt

Interpersonale Strategie, bei der die eigene Überlegenheit gegen über dem Durchschnitt der Menschen hervorgehoben wird. Die wahrgenommene Überlegenheit beruht auf einer verzerrten Sichtweise der eigenen Leistungen im Vergleich zu den Leistungen anderer Menschen

Bildgebende Verfahren in der soziokognitiven Neurowissenschaft

Wesentliche bildgebende Verfahren sind die Röntgenkontrastdarstellung, die Computertomografie (CT), die Kernspintomografie (auch NMR-Tomografie), die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und die funktionelle Kernspintomografie (fMRT).

Body-Mass-Index (BMI)

Bemisst sich nach dem Körpergewicht relativ zur quadrierten Körpergröße und ist von wesentlicher Bedeutung für die → Figurattraktivität. Am schönsten erscheinen Frauen mit einem Wert zwischen 19 bis 20 (unterer Normalbereich) und Männer mit einer V-Form des Oberkörpers innerhalb des BMI-Normalbereichs.

Confirmation Bias

Unter Confirmation Bias versteht man die unbewusste Tendenz einer Person, neue Informationen bzgl. eines Inhalts (Person, Objekt, Meinung etc.) gemäß den eigenen Erwartungen zu suchen und zu interpretieren. Gleichzeitig werden dabei die Informationen, die den eigenen Erwartungen widersprechen, unbewusst abgewertet, weniger beachtet oder ignoriert.

Coping

Der Umgang mit potenziellen Bedrohungs- und Stresssituationen. Im Stressmodell von Lazarus und Folkman (1987) werden unterschiedliche Copingstrategien unterschieden (z.B. problemfokussiertes oder emotionsfokussiertes Coping).

Dissonanz

Personen streben ein Gleichgewicht ihres kognitiven Systems an, d.h. die vorhandenen relevanten Kognitionen müssen psychologisch subjektiv für die Person zusammenpassen (Konsonanz). Passen zwei relevante Kognitionen nicht zusammen, entsteht zwischen ihnen Dissonanz, ein Spannungszustand; die Person ist dann bestrebt, Dissonanz zu reduzieren und eine konsonante Beziehung wiederherzustellen.

Dissoziative Behauptung

Ein Sender (o) stellt eine dissoziative Behauptung auf, indem er seine negative Einstellung zu einem Sachverhalt (x) ausdrückt.

Durchschnittsgesichter

Ergebnis der Verarbeitung mehrerer digitalisierter Bilder von realen Gesichtern, die mithilfe eines Computerprogramms arithmetisch gemittelt werden. Je durchschnittlicher ein Gesicht ist, desto attraktiver wirkt es. Durchschnittsgesichter repräsentieren den Prototyp eines Gesichts, finden sich in der Population aber eher selten.

Effort Justification Effect

Die Attraktivität einer Aufgabe, für die man sich freiwillig verpflichtet hat, steigt umso mehr an, je höher der (möglicherweise auch unnötige) Aufwand für diese Aufgabe ist. Werden externe Belohnungen für das Ausführen der Aufgabe geboten, so reduziert sich der Effekt.

 

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