Sozialpsychologie – Interaktion und Gruppe

Glossar


alle Einträge A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Aggressives Verhalten

Verhaltensweisen, die in der Absicht ausgeführt werden, anderen gegen deren Willen zu schaden.

Akteurkontrolle

Die Ergebnisse einer Person, die von ihrem individuellen Verhalten abhängen.

Altruismus

Spezialfall prosozialen Verhaltens, bei dem nicht das Erreichen eigennütziger Ziele im Vordergrund steht. Altruistisches Verhalten ist oft durch Mitgefühl motiviert.

Approximationstheorie der Wahrheit

Wahrheit sollte in den Wissenschaften – nach Popper – als regulative Idee aufgefasst werden, d.h. Wissenschaften sollten nach Wahrheit streben. Dennoch bleiben Theorien immer vorläufig und unterliegen einer dauerhaften kritischen Prüfung. Wahrheit kann niemals mit Sicherheit erreicht werden.

Assimilation

Bei => sozialen Vergleichen die Annäherung des Selbst an den Vergleichsstandard auf der Urteilsdimension.

Attributionen

Ursachenzuschreibungen, mit denen Menschen Ereignisse – insbesondere das Verhalten anderer Menschen – erklären.

Autoritarismus

Persönlichkeitseigenschaft, die gekennzeichnet ist durch Unterwürfigkeit gegenüber Autoritäten der Eigengruppe, Intoleranz gegenüber Abweichlern von den Normen der Eigengruppe und eine starre Bindung an Konventionen.

Basissätze

"Es gibt"-Sätze, die Aussagen über Ereignisse in Raum und Zeit machen, die beobachtbar sind und durch Experimente gewonnen werden können. Diese sind die Vermittlungssätze zwischen Theorien/Hypothesen und der "Wirklichkeit". Jedoch sind Basissätze nicht theorieunabhängig.

Bewährung einer Theorie

Eine Theorie gilt zu einem bestimmten Zeitpunkt als bewährt, wenn sie allen Falsifikationsversuchen bis zu diesem Zeitpunkt widerstanden hat. Bewährung ist ein gradueller Begriff, abhängig von der Strenge und Anzahl der Prüfungen.

Bindung (attachment)

Eine relativ dauerhafte emotionale Orientierung an einer anderen Person, die beinhaltet, ihre Nähe zu suchen, unter der Trennung von ihr zu leiden, sich bei ihrer Rückkehr zu freuen und sich auch dann an ihr zu orientieren, wenn sie nicht anwesend ist.

Brainstorming

Eine Gruppentechnik von Osborn (1957), die bezweckt, die Kreativität in Gruppen bei der Ideengenerierung zu verbessern und sowohl die Quantität als auch die Qualität von Ideen durch bestimmte Regeln für den Generierungsprozess zu steigern.

Bystander

Personen (im Rahmen der Forschung zu prosozialem Verhalten), die in einer Notsituation zwar anwesend sind, aber nicht eingreifen.

Charakterstärke

Stellt die Kapazität zur Verfügung, so zu handeln, dass eine optimale Vorgehensweise bei der Herstellung von positiv bewerteten Konsequenzen ermöglicht wird. Sie trägt dazu bei, dass die Person das Richtige tut und ihr Wohlbefinden aufrechterhält.

Charisma

Spezielle persönliche Begabung, außergewöhnliche Dinge zu tun, die einer Führungskraft durch ihre Mitarbeiter zugeschrieben wird.

Crowding-Out-Effekt

Verdrängung => intrinsischer Motivation durch externe Sanktionen.

Deterministische Gesetze

Gesetze mit universellem und uneingeschränktem Geltungsanspruch.

Devianz

Verhaltensweisen, welche von expliziten oder impliziten sozial geteilten Normen abweichen. Darunter sind solche als delinquent oder kriminell zu bezeichnen, welche die (straf-)rechtlichen Regelungen verletzen.

Diversitätsüberzeugungen

Beschreiben das Ausmaß, in dem Gruppenmitglieder davon überzeugt sind, dass sich die Unterschiedlichkeit der Gruppenmitglieder günstig auf das Erreichen von Gruppenzielen auswirkt.

Effektive Matrix

Das Muster der Konsequenzen nach dem Transformationsprozess, der von dem Gesamtmuster der Konsequenzen der gegebenen Matrix ausgeht und die Art der Interdependenzbeziehung reflektiert. Die effektive Matrix beinhaltet die Konsequenzen, die die Auswahl einer Handlungsalternative tatsächlich bestimmen. Gegenbegriff zu => Gegebene Matrix.

Egoistische Deprivation

Zustand des Mangels für das Selbst im Vergleich zu anderen Individuen.

 

Ihr Suchergebnis leitet Sie auf die Website www.testzentrale.de.