Springe zum Hauptinhalt »
Angesichts der zunehmenden Alterung der Bevölkerung wird die Frage nach dem Erhalt von Autonomie alter Menschen trotz Mehrfacherkrankungen immer brisanter. Die Altersforschung war in den vergangenen Jahrzehnten entweder auf die Vermeidung oder Entstehung von Erkrankungen sowie krankheitsbezogene Interventionen fokussiert. Die Beiträge in diesem Band beschäftigen sich mit der Frage, wie alte Menschen trotz Multimorbidität und Gesundheitseinbußen autonom und selbstbestimmt leben können. Die Autoren der einzelnen Beiträge präsentieren zum einen Befunde, die den Entwicklungsstand altersangemessener, zielgruppenspezifischer Instrumente sowie Zugangswege zur Erfassung von Multimorbidität und Autonomie aufzeigen. Zum anderen geht es um vielfältige Faktoren, wie z.B. personale, sozial-räumliche und professionelle, die Autonomie angesichts von Multimorbidität unterstützen und als Ressourcen wirken. Wie diese Ressourcen einzeln und in ihrer Wechselbeziehung zum Autonomieerhalt beitragen, wie sie erhalten und gefördert werden können, wird beispielhaft im Kontext komplexer autonomierelevanter Gesundheitsprobleme wie Schmerz, Sturz- und Schlafstörungen gezeigt.