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Göttinger Gespräche werden Frankfurter Forum


8. März 2012 in Frankfurt (Goethe-Universität Frankfurt)


Das Frankfurter Forum ist die Nachfolgeveranstaltung der Göttinger Gespräche

Das Thema:

Arbeitsgedächtnisdiagnostik

 

Die allgemeine Lernfähigkeit gilt traditionell als eine der wichtigsten individuellen Voraussetzungen für schulischen Lernerfolg. Die weite Verbreitung von Intelligenztests belegt die nachhaltige Überzeugung von der Relevanz der allgemeinen Lernfähigkeit für den Erfolg schulischen Lernens.

 

In England wurde der große Erfolg der Intelligenzdiagnostik in den letzten Jahren noch übertroffen durch eine neue diagnostische Möglichkeit – die Arbeitsgedächtnisdiagnostik. Diese erlaubt mehr noch als traditionelle Intelligenztests eine Abschätzung der basalen kognitiven Fähigkeiten der getesteten Person, und zwar weitgehend unabhängig vom bisher verfügbaren schulischen oder akademischen Wissen. Insbesondere beim Versuch, differentielle Leistungsprofile von Schülerinnen und Schülern zu erklären, kommt man mit einer Arbeitsgedächtnis-diagnostik deutlich weiter als mit einer Intelligenzdiagnostik. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Versuch zu erklären, warum immerhin fast 10 Prozent eines Jahrganges trotz intakter Intelligenz massive Probleme beim Erwerb, des Lesen, Schreibens und/oder Rechnens haben.

 

Das in diesem Jahr zum zweiten Male stattfindende Frankfurter Forum greift diese Thematik auf. Es informiert über die theoretischen Grundlagen und über aktuelle diagnostische Möglichkeiten. In zwei Vorträgen wird über aktuelle Forschungsergebnisse zur differentiellen Struktur und der Lernrelevanz der Funktionstüchtigkeit des Arbeitsgedächtnisses informiert. Außerdem wird ausführlich über ein aktuelles computerbasiertes Verfahren zur differentiellen Funktionsdiagnose des Arbeitsgedächtnisses für Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren und seine praktische Nützlichkeit berichtet. Der Test wird auch im Rahmen parallel angebotener Workshops näher vorgestellt. Schließlich möchten wir zusätzlich mit Ihnen gemeinsam Fragen nach der Bedeutsamkeit und dem Nutzen der Funktionsdiagnostik des Arbeitsgedächtnisses für die Gestaltung schulischen Lernens und die Planung und Umsetzung individueller Förderung bis zu Klasse 6 diskutieren. Wir freuen uns auf einen sehr anregenden Austausch mit Ihnen

 

Die Veranstalter:

Das Frankfurter Forum ist eine Veranstaltung der Herausgeber der Reihen HOGREFE Schultests/Vorschultests/Förderprogramme in Zusammenarbeit mit der Goethe-Lehrerakademie, dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und der Gesellschaft zur Förderung der Pädagogischen Forschung (GFPF) mit dem Ziel, die pädagogische Praxis mit den Möglichkeiten der aktuellen Forschung vertraut zu machen

 

Termin und Veranstaltungsort:

Am 8. März 2012 in Frankfurt

 

Goethe-Universität Frankfurt · Campus Westend
Raum 823 (EG) · Festsaal im Casino-Gebäude
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main


Programm 2012 zum Download


Das länderübergreifende Forum für schul- und schülerrelevante Themen

Übergeordnetes Ziel ist eine stärkere Verzahnung von Wissenschaft mit Praxis in Schule und Unterricht. Dieser Brückenschlag führt von aktuellen Erkenntnissen der Grundlagenforschung über konkrete Diagnosemöglichkeiten, z.B. mit standardisierten Testverfahren, zu Interventionen bzw. pädagogischen und psychologischen Maßnahmen, die beim einzelnen Schüler ansetzen.


Die Veranstalter


Prof. Dr. Günter Esser

geb. 1950. Im Jahr 1980 wurde er an der Universität Mannheim promoviert und übernahm 1982 die Leitung der Arbeitsgruppe Neuropsychologie des Kindes- und Jugendalters. In die Mannheimer Zeit fiel auch die Habilitation in Klinischer Psychologie an der Universität Heidelberg im Jahr 1990.

 

Seit 1996 Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Potsdam und Direktor der Psychologisch-Psychotherapeutischen Ambulanz.

 


Prof. Dr. Marcus Hasselhorn

geb. 1957. 1977–1983 Studium der Psychologie und Pädagogik in Göttingen und Heidelberg. 1986 Promotion. 1993 Habilitation. 1993–1997 Professor für Entwicklungspsychologie am Institut für Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie der TU Dresden. 1997–2007 Leiter der Abteilung Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie am Georg-Elias-Müller Institut für Psychologie der Universität Göttingen.

 

Seit 2007 Professor für Psychologie mit dem Schwerpunkt Bildung und Entwicklung am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt/Main.

 

Herr Professor Hasselhorn führt jeweils als Moderator durch das Tagesprogramm.


Prof. Dr. Wolfgang Schneider

geb. 1950. 1969-1975 Studium der Psychologie, Theologie und Philosophie in Heidelberg und Wuppertal. 1976–1981 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. 1979 Promotion. 1981–1982 Visiting Scholar am Department of Psychology der Stanford University (USA). 1982–1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München. 1988 Habilitation.

 

1990–1991 Vertretung und seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie IV (Pädagogische und Entwicklungspsychologie) an der Universität Würzburg.


Prof. Dr. phil. Ulrich Trautwein

geb. 1972. 1992-1999 Studium der Psychologie in Göttingen und Santa Cruz, Californien. 1999 Diplom in Psychologie. 1999-2008 Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin. 2002 Promotion. 2005 Habilitation. 2008 Ernennung zum Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin.

 

Seit 2008 Universitätsprofessor für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen.


Zu jedem Schwerpunktthema präsentieren namhafte Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen neueste Erkenntnisse aus pädagogischer, psychologischer und medizinischer Sicht und stellen sich in der abschließenden Podiumsdiskussion den Fragen der Gäste.

Seit Beginn der Veranstaltungsreihe im Jahre 2002 steht jedes Frühjahr ein anderes Schwerpunktthema im Mittelpunkt.

 

Schwerpunktmäßig sind Lehrer, Schulpsychologen, Schulleiter sowie Ministerialräte und Referenten der Kultusministerien als Gäste vertreten.



 

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