Psychologische Rundschau

Psychologische Rundschau

 

Herausgegeben im Namen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Offizielles Organ der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, zugleich Informationsorgan des Berufsverbandes Deutscher Psychologen 

 

ISSN-L 0033-3042, ISSN-Print 0033-3042, ISSN-Online 2190-6238


Informationen


Psychologische Rundschau, 55 (Supl. 1), 1-2

 

Editorial

 

Josef Lukas und Wolfgang Schneider

Der hier vorliegende Sonderband der Psychologischen Rundschau geht auf eine Initiative des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Psychologie aus dem Jahre 2001 zurück. Der damalige Präsident Rainer Silbereisen beauftragte seinen Vizepräsidenten Wolfgang Schneider mit der Einrichtung einer “Task Force“ zur Vorbereitung des 100-jährigen Jubiläums der GPs. Diese Kommission bestand weiterhin aus den Mitgliedern Bettina Hannover, Werner Greve, Horst Gundlach, Helmut Lück, Gerold Mikula und Thomas Rammsayer. Im Zeitraum von Juli 2001 bis Januar 2004 fanden insgesamt neun Sitzungen statt, in denen von Beginn an auch die Planung eines Sonderbands der Psychologischen Rundschau vorgesehen war, der die Geschichte der DGPs beleuchten sollte. Dem Verlag Hogrefe ist dafür zu danken, dass er diese Idee gleich unterstützte und der DGPs den Sonderband “spendierte“.

 

Inhaltlich wurde festgelegt, dass ungeachtet der schwierigen Aktenlage die Entwicklung unserer Fachgesellschaft in der Zeitspanne von ca. 1900 bis etwa 1960 genauer betrachtet werden sollte. Als separate Episoden wurden die Gründungsphase, die Zeit der Gesellschaft für experimentelle Psychologie (1904-1929), die Phase des Nationalsozialismus sowie die Periode der Wiederbegründung der DGPs nach dem zweiten Weltkrieg ausgewählt. Zusätzlich wurde angeregt, allgemein interessierende Themen wie die Satzungsgeschichte der DGPs, die Entfaltungsmöglichkeiten von Wissenschaftlerinnen in unterschiedlichen Perioden sowie Veränderungen in der Wissenschafts-Öffentlichkeits-Beziehung und den Einfluss psychologisch-politisch-ideologischer Strömungen auf die DGPs mit aufzunehmen. Im Hinblick auf die neuere Geschichte der Gesellschaft schien es schließlich angebracht, das Verhältnis zwischen der DGPs und der Gesellschaft für Psychologie der DDR genauer zu analysieren.

 

Wenn auch nicht alle diese Themen von Beginn an feststanden, wurde doch schon in der ersten Sitzung der Task Force beschlossen, den Sonderband in Ergänzung zum dritten Heft des Jahrgangs 2004 so rechtzeitig herauszugeben, dass er vor dem Göttinger Jubiläumskongress unserer Fachgesellschaft im September 2004 verfügbar ist und zur besseren Vorbereitung auf dieses historische Ereignis dienen kann. Dieses Vorhaben ist erfreulicherweise gelungen, was im Wesentlichen dem Engagement, der Disziplin und dem professionellen Arbeitsverhalten der Autorinnen und Autoren des Sonderbandes zu verdanken ist. Wir waren dabei in der glücklichen Lage, dass wir ausgewiesene Expertinnen und Experten im Bereich der Wissenschaftsgeschichte unseres Faches für die Mitarbeit gewinnen konnten, die diese Aufgabe als Herausforderung betrachteten und in hohem Maße intrinsisch motiviert schienen. Uns Herausgebern hat die Betreuung dieses Bandes dem zu Folge viel Spaß gemacht. Wir hoffen sehr, dass es den Leserinnen und Lesern beim Studium der einzelnen Beiträge ähnlich ergeht und die Geschichte unserer Fachgesellschaft für den Einen oder Anderen möglicherweise in einem neuen Licht erscheint.


 

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