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ELFRA

Elternfragebögen für die Früherkennung von Risikokindern

3., überarbeitete Auflage

von Hannelore Grimm, Hildegard Doil, Maren Aktas, Sabine Frevert

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Einsatzbereich

Die Elternfragebögen sind Screeninginstrumente, die es ermöglichen, schon im Alter von 12 und 24 Monaten Risikokinder für eine Sprachentwicklungsstörung zu identifizieren. Speziell für die kinderärztliche Praxis liegt eine Kurzform für zweijährige Kinder vor, die in besonders einfacher, schneller und ökonomischer Weise eine zuverlässige und prognostisch valide Sprachentwicklungsdiagnose erlaubt.

Die Elternfragebögen für die Früherkennung von Risikokindern (ELFRA) dienen der Erfassung des erreichten Entwicklungsstandes und der Abklärung von Entwicklungsstörungen. Die standardisierten Elternfragebögen sind als Screeninginstrumente u.a. in der pädiatrischen Praxis im Rahmen der U6 und U7 sehr leicht und schnell einsetzbar. Ihr diagnostischer Nutzen sowie ihre Einsatzmöglichkeit in der Forschung sind durch unabhängige empirische Studien belegt. Der Elternfragebogen ELFRA-1 misst bei 12 Monate alten Kindern den erreichten Entwicklungsstand bei der Sprachproduktion, dem Sprachverständnis, dem gestischen Verhalten sowie der Feinmotorik. Beim Elternfragebogen ELFRA-2 für 24 Monate alte Kinder stehen der produktive Wortschatz sowie die wichtigsten grammatikalischen Entwicklungsschritte im Vordergrund. Die Kurzversion dient der Identifikation von Late Talkers. Bei Kindern mit bekannten Entwicklungs­schädigungen (z.?B. geistige Behinderung, Autismus, sensorische Behinderungen) können die Elternfragebögen auch noch im höheren Alter eingesetzt werden.

Für die hier vorliegende, dritte Auflage wurde das Manual gründlich überarbeitet und aktualisiert, neue Kapitel wurden aufgenommen und neue Untersuchungsbefunde integriert. U.?a. findet die aktuelle AWMF-Leitlinie „Diagnostik von Sprachstörungen“ Berücksichtigung. Die Instruktionen in den Fragebögen wurden leicht modifiziert.

Gegenüber der zweiten Auflage beschränken sich die Materialien – bei gleichbleibendem Leistungsumfang des Verfahrens – nun auf das Wesentliche. Die Elternmerkblätter entfallen, ebenso wie der Fragebogen zur ELFRA-1-Kurzversion und der Auswertungsbogen ELFRA-1/ELFRA-2 der Kurzversion.

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