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ELFRA

Elternfragebögen für die Früherkennung von Risikokindern

2., überarbeitete und erweiterte Auflage 2006

von Hannelore Grimm, H. Doil

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Einsatzbereich

Die Elternfragebögen sind Screeninginstrumente, die es ermöglichen, schon im Alter von 12 und 24 Monaten Risikokinder für eine Sprachentwicklungsstörung zu identifizieren. Speziell für die kinderärztliche Praxis liegen Kurzformen vor, die in besonders einfacher, schneller und ökonomischer Weise eine zuverlässige und prognostisch valide Sprachentwicklungsdiagnose erlauben.

Inhalt

Die Elternfragebögen für die Früherkennung von Risikokindern (ELFRA) dienen der Erfassung des erreichten Entwicklungsstandes und der Abklärung von Entwicklungsstörungen. Erstmalig werden im Anschluss an die amerikanische Forschung standardisierte Elternfragebögen als Screeninginstrumente vorgelegt, die u.a. in der pädiatrischen Praxis im Rahmen der U6 und U7 sehr leicht und schnell einsetzbar sind. Ihr diagnostischer Nutzen sowie ihre Einsatzmöglichkeit in der Forschung sind durch unabhängige empirische Studien belegt. Der Elternfragebogen ELFRA 1 misst bei 12 Monate alten Kindern den erreichten Entwicklungsstand bei der Sprachproduktion, dem Sprachverständnis, dem gestischen Verhalten sowie der Feinmotorik. Beim Elternfragebogen ELFRA 2 für 24 Monate alte Kinder stehen der produktive Wortschatz sowie die wichtigsten grammatikalischen Entwicklungsschritte im Vordergrund. Bei Kindern mit bekannten Entwicklungsschädigungen (z.B. geistige Behinderung, Autismus, sensorische Behinderungen) können die Elternfragebögen auch noch im höheren Alter eingesetzt werden.

Dem Verfahren liegen außerdem Elternratgeber bei, die den Eltern von Kindern mit einer Sprachentwicklungsverzögerung ausgehändigt werden können. Für die zweite Auflage wurden neu entwickelte Kurzversionen beider Elternfragebögen für die kinderärztliche Praxis vorgelegt. Die Neuauflage des Manuals enthält zwei neue Kapitel: Häufig gestellte Fragen (Kap. 4) und Kurzversionen für die kinderärztliche Praxis (Kap. 6). In diesen Kapiteln werden neue Forschungsergebnisse und praktische Erfahrungen zu ganz konkreten Empfehlungen für die Durchführung und Interpretation der Elternfragebögen integriert.

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