eBooks als Bildungsmedium

48 Prozent der Schüler und Studierenden nutzen eBooks für Schule oder Studium.
Unter den Berufstätigen verwenden
47 Prozent digitale Bücher für ihre berufliche Aus- und Weiterbildung. Das geht aus einer eBook-Studie des Digitalverbands Bitkom von Oktober 2015 hervor.

Grundsätzlich haben sich eBooks inzwischen auf dem deutschen Buchmarkt etabliert. Die Zahlen zeigen, dass sie gerade als Bildungsmedium an großer Bedeutung gewonnen haben.
Bildungsmedien sind Lehr- und Lernmaterialien, die gezielt den Lernprozess unterstützen.
Bisher wurde dabei vermehrt auf das gedruckte Buch gesetzt, an Universitäten sind eBooks jedoch schon weit verbreitet.

Laptop derzeit das wichtigste Lesegerät für eBooks

Ein Computer, Laptop, Tablet, Smartphone oder eReader (z.B. Tolino, Kobo, Kindle) sind Voraussetzung, um elektronische Bücher lesen und damit arbeiten zu können. Dabei sind eReader jedoch in erster Linie für das reine (Viel)Lesen von Fließtext ausgelegt. Dies spiegelt sich auch den Umfrageergebnissen des Bitkom wider. Demzufolge ist der Laptop derzeit das wichtigste Lesegerät für eBooks und für Bildungsmedien gewiss auch besser geeignet.

Online-Bibliotheken und ihr Nutzen

Deutschlandweit haben Studenten vielerorts Zugriff auf die angebotenen Titel ihrer Universitätsbibliothek. Die elektronischen Bücher werden von der Bibliothek direkt vom Verlag oder über Zwischenhändler bezogen. Viele Verlage stellen dafür mittlerweile ihre eigene eBook-Plattform bereit (z.B. Hogrefe eLibrary) oder nutzen die Online-Portale von größeren Aggregatoren (z.B. Ciando library oder MyiLibrary®).
Neben der oft kostenfreien Nutzung bieten diese Angebote für Studenten viele Vorteile:

Beim Arbeiten mit dem eBook können mittels der bereitgestellten Software oder des Lesegeräts Notizen vermerkt oder Markierungen vorgenommen werden, wie auch bei einem gedruckten Buch. Ein Pluspunkt dieser Funktionen beim digitalen Buch ist jedoch, dass diese bei Bedarf auch schnell wieder gelöscht oder verändert werden können.

Darüber hinaus bieten viele Lesegeräte (z.B. iPad oder Tolino) die Möglichkeit, Begriffe über eine integrierte Wörterbuchfunktion sofort nachzuschlagen oder auch einzelne Wörter in eine andere Sprache zu übersetzen. Dies vereinfacht gerade bei fremdsprachigen Inhalten das Textverständnis.

Ein weiterer Nutzen für das wissenschaftliche Arbeiten ist, dass Zitate durch Kopieren schnell in z.B. eine Facharbeit übertragen werden können, ohne diese fehleranfällig abzutippen. Oftmals gibt es auch die Möglichkeit, Referenzen in Literaturverwaltungsprogramme wie z.B. citavi, EndNote oder Mendeley zu exportieren.

Bei den meisten Angeboten können Studenten auch außerhalb der Universitätsbibliothek auf das Uni-Netzwerk zugreifen. Dadurch können sie ebenfalls von unterwegs oder zuhause mit den Titeln der lizenzierten Online-Bibliotheken arbeiten. Somit ist für Studenten volle Flexibilität gegeben, wenn sie sich einmal nicht auf dem Universitätsgelände befinden. eBooks sind immer und überall verfügbar und stellen damit eine attraktive Alternative für entliehene Bücher dar.

Nicht zu guter Letzt ist ein weiterer Vorteil der elektronischen Bücher die schnelle Aktualisierbarkeit. Je nach Verlagsangebot können Bibliotheken veraltete Dateien zeitnah gegen neuere austauschen. Oder sie erhalten die neuste eBook Version immer automatisch in ihrer Online-Bibliothek.

Einbindung interaktiver Lernmaterialien

Durch die Einbindung von anklickbaren Links lassen sich elektronische Bücher leicht um zusätzliche audiovisuelle Lernmaterialen wie z.B. Videos und Audiodateien erweitern. Verlage und Autoren nutzen diese Möglichkeiten gern, um dadurch den Lernprozess zu unterstützen. Arbeitsmaterialien, die dem gedruckten Buch als CD-ROM oder Ähnlichem beiliegen (z.B. Übungsblätter, Verständnisfragen, Druckvorlagen) sind bestenfalls direkt in das eBook eingebunden oder lassen sich anderweitig einfach mit der bereitgestellten Software abrufen.
Ist die Software besonders ausgereift, können sich Leser darüber auch Zusammenfassungen des Lernstoffes erstellen, indem sie markierte Passagen oder favorierte Seiten zu einem Dokument zusammenführen.
Als i-Tüpfelchen bieten einige Verlage zur Überprüfung des Lernerfolgs auch interaktive Wissenstests an. kre / schw

 

Einzelnachweise: