Psychologische Rundschau

von Karl Christoph Klauer


Die Psychologische Rundschau wird 70. Sie ist eine Zeitschrift mit einem breiten Themenspektrum und unterschiedlichsten Funktionen. Für den Hogrefe Verlag hat sie eine besondere Bedeutung.

Dr. Carl Jürgen Hogrefe wollte mit der Zeitschrift 1949 eine neue Kommunikationsplattform für das Fach Psychologie etablieren. Da sich kein Verlag für die Veröffentlichung finden ließ, gründete er kurzerhand selbst einen Verlag.

Seit 70 Jahren fördert die Psychologische Rundschau nun die Kommunikation unter Psychologinnen und Psychologen. Sie informiert nicht nur über aktuelle Entwicklungen in der psychologischen Forschung, sondern dient auch als Nachrichtenorgan der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und des Berufsverbandes Deutscher Psychologen (BDP).

Wir haben mit Prof. Dr. Karl Christoph Klauer, dem aktuellen Herausgeber der Psychologischen Rundschau, gesprochen.

Prof. Klauer, was unterscheidet die Psychologische Rundschau von anderen Fachzeitschriften?

Die Psychologische Rundschau richtet sich an alle wissenschaftlich ausgebildeten Psychologinnen und Psychologen in Forschung und Praxis und informiert über Entwicklungen in der Grundlagenforschung, der angewandten Forschung und der Praxis. Damit bietet sie ein einzigartiges Forum, in dem sich die verschiedenen Teilgebiete der Psychologie vorstellen und in Dialog treten können.

Warum ist es nach wie vor – auch nach 70 Jahren – noch so wichtig, diesen Dialog zu fördern und eine themenübergreifende Zeitschrift für Psychologinnen und Psychologen anzubieten?

Angesichts der sich immer weiter ausdifferenzierenden Vielfalt von Forschungsansätzen und Teildisziplinen der Psychologie ist es gerade jetzt entscheidend, ein Organ zu haben, das den Zusammenhalt der Disziplin stärkt. Die Psychologische Rundschau unterstützt diesen Zusammenhalt und den Austausch, indem sich Forscher und Forscherinnen in gebündelter Form über die Entwicklungen in den verschiedenen Teilbereichen informieren können.

 

Layoutentwicklung der Psychologischen Rundschau
Layoutentwicklung der Psychologischen Rundschau

 

Wenn ein Artikel für die Psychologische Rundschau eingereicht wird, wie geht es dann weiter? Welches Gremium entscheidet, ob der Artikel aufgenommen wird?

Nach Eingang eines Manuskriptes prüft der geschäftsführende Herausgeber oder die geschäftsführende Herausgeberin in einem ersten Schritt, ob der Artikel der Zielsetzung der Psychologischen Rundschau entspricht.

Wenn das der Fall ist, wird der Artikel von einem Herausgeber oder einer Herausgeberin aus dem Herausgeberteam der Zeitschrift weiter betreut. In der Regel werden dann zwei Gutachten von unabhängigen externen Fachleuten zu dem Manuskript eingeholt. Auf der Grundlage dieser Gutachten und der Lektüre und Beurteilung des Manuskripts durch den betreuenden Herausgeber oder die betreuende Herausgeberin wird entschieden, ob der Aufsatz veröffentlicht werden kann, vor einer endgültigen Entscheidung überarbeitet werden sollte oder für die Veröffentlichung in der Zeitschrift nicht geeignet ist.

Die Rundschau wendet sich an ein Fachpublikum. Mit der Rubrik Psychologie für die Gesellschaft soll interessierten Laien der Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen erleichtert werden. Welche Themen findet man in dieser Rubrik?

In dieser Rubrik werden aktuelle gesellschaftsrelevante Beiträge vorgestellt. Darunter fallen so unterschiedliche Themen wie zum Beispiel die Schulinklusion, das Problem des Rechtsextremismus, Arbeitszeugnisse im Arbeitsleben und die Gefährdungsbeurteilung im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Beiträge sollen in kurzer und knapper Form die Erkenntnisse und Empfehlungen darstellen, die die wissenschaftliche Psychologie zu dem jeweiligen Themenkomplex beitragen kann. So kann nicht nur der Dialog innerhalb der Psychologie, sondern auch zwischen der wissenschaftlichen Psychologie und der interessierten Öffentlichkeit gefördert werden.

 

Empfehlungen des Verlags

Weitere Informationen zur Psychologischen Rundschau finden Sie hier: zur Zeitschrift

Informationen zur Rubrik „Psychologie für die Gesellschaft“ finden Sie hier: zu den Pressetexten

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