Studieneignungstest Medizin

Test für medizinische Studiengänge (TMS) und Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) 

Wer Medizin studieren will, muss hervorragende Noten haben oder sich auf einige Wartesemester einstellen. Es gibt aber noch eine dritte Option: eine Teilnahme an einem Studieneignungstest wie dem TMS in Deutschland bzw. dem EMS in der Schweiz. Das Ergebnis in einem solchen Test kann die Chancen auf einen Studienplatz verbessern. 

Der Test für medizinische Studiengänge (TMS) oder auch „Medizinertest“ wurde vor über 30 Jahren vom Institut für Test- und Begabungsforschung, heute ITB Consulting, konstruiert und wird bis heute ständig weiterentwickelt. In der Schweiz wird der Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) eingesetzt, der sich stark am TMS orientiert.

Der TMS prüft das Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen. Das Ergebnis im TMS besitzt hohe Vorhersagekraft für den Erfolg im Medizinstudium. Viele Universitäten beziehen daher inzwischen das TMS-Ergebnis im Zulassungsverfahren für Human- oder Zahnmedizin mit ein. Ein gutes Ergebnis im TMS kann auf diese Weise weniger gute Abiturnoten ausgleichen. Die Gewichtung ist jedoch von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. 

Was genau misst der TMS?

Der Studierfähigkeitstest misst Fähigkeiten, die im Medizinstudium benötigt werden, aber ohne dabei schon von einschlägigem Fachwissen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auszugehen. Die Untertests des TMS umfassen folgende Bereiche:

  • komplexe Informationen aus längeren Texten, Tabellen oder Graphiken erfassen und interpretieren, 
  • mit Größen, Einheiten und Formeln umgehen,
  • Merkfähigkeit,
  • Genauigkeit der visuellen Wahrnehmung,
  • räumliches Vorstellungsvermögen sowie
  • Fähigkeit zu konzentriertem und sorgfältigem Arbeiten.

Welche Teilnahmebedingungen gibt es?

Man kann am TMS nur einmal teilnehmen und muss bereits eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen oder diese spätestens im darauffolgenden Schuljahr erwerben. Empfehlenswert ist es, den Test zeitnah zum Abitur, am besten im letzten Schuljahr, abzulegen. Dann fällt das Lernen auf den TMS oft leichter, weil man noch „in Übung“ ist. Bei der Anmeldung fällt auch eine Gebühr (aktuell 73,- Euro) an. 

Der Test findet jedes Jahr Ende April oder Anfang Mai an verschiedenen Standorten in Deutschland statt. Anmelden kann man sich immer von Dezember bis Mitte Januar. Die Ergebnisse stehen dann Ende Juni des gleichen Jahres zur Verfügung. Man sollte sich daher rechtzeitig anmelden und den Test schon im Jahr vor Studienbeginn absolvieren. 

Wie läuft die Testung ab?

Für die Testung muss man einen ganzen Tag einplanen. Die reine Bearbeitungszeit für den TMS beträgt ca. 5 Stunden. Da man sich aber zunächst registrieren muss, eine kurze Einführung erhält und natürlich auch Pausen eingeplant sind, ist man etwa 9 Stunden vor Ort. 

Es ist wichtig, sich schon im Vorfeld genau zu informieren, wie die Testung abläuft und was erlaubt ist oder auch nicht. Dabei hilft die Informationsbroschüre zum TMS von ITB Consulting. Hier erfährt man unter anderem ganz genau, was man mitbringen muss (z.B. Lichtbildausweis), was man mitbringen darf (z.B. Getränke, Taschentücher) und was man auf keinen Fall zur Prüfung mitnehmen kann (z.B. Maskottchen, Smartphone).

Wie kann man sich auf den TMS vorbereiten?

Jedes Jahr werden neue Aufgaben für den TMS entwickelt. Die Aufgabentypen bleiben jedoch gleich. Daher hilft es, mit alten TMS-Aufgaben zu üben, um sich an den Ablauf und die Aufgabenformate zu gewöhnen und evtl. auch schon Bearbeitungsstrategien zu entwickeln. Natürlich spart man auch Zeit, wenn man die Instruktionen zu den Aufgaben schon kennt. 

Es gibt drei Originalversionen des Tests, die zur Vorbereitung freigegeben wurden. Diese sind im Buchformat beim Hogrefe Verlag erschienen (Originalversion I, II und III). Darüber hinaus bietet ITB Consulting ein Online-Training mit Originalaufgaben aus dem TMS an. 

Fachwissen in Medizin, Physik, Chemie oder Biologie zu pauken, hilft kaum, da der Test kein spezifisches Fachwissen voraussetzt. Gemessen werden vielmehr Fähigkeiten, die man über einen längeren Zeitraum erworben hat. Kurzfristiges Auswendiglernen von Fakten kann daher das Ergebnis nicht verbessern.  

Was ist der EMS?

Der Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) ist eine für die Schweiz entwickelte Version des TMS. Konstruiert wird der EMS von ITB Consulting und dem Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik (ZTD) an der Universität Freiburg in der Schweiz. Er ist strukturell eng an den TMS angelehnt und genau wie beim TMS werden jedes Jahr neue Aufgaben vorgelegt, wobei die Aufgabentypen und der Testaufbau jedoch gleichbleiben. Der Test ist das einzige Zulassungskriterium zum Medizinstudium an den meisten Hochschulen in der Schweiz (mit Ausnahme von Genf, Lausanne und Neuenburg). Aufgrund der Ähnlichkeit zum TMS kann man sich auch mit TMS-Übungsaufgaben sehr gut auf den EMS vorbereiten.

 

Wo findet man weitere Informationen?

Wer in Deutschland am TMS teilnehmen möchte, informiert sich am besten hier: 

Wer in der Schweiz am EMS teilnehmen möchte, informiert sich am besten hier:  

Links zur Vorbereitung auf TMS und EMS von ITB Consulting:

 

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